Opfer des NS Regimes

Franz Tatschl

geboren am 28. März 1915 in St. Stefan bei Wolfsberg

gestorben im Frühjahr 1939 in Murcia/Südspanien 

zuletzt wohnhaft in Villach, Völkendorf 

 

Franz Tatschl war Mitglied und Aktivist beim Kommunistischen Jugendverband Villach. 1935 wurde er wegen „illegaler politischer Betätigung“ mit sechs Monaten Arrest bestraft. Um die Jahreswende 1936/1937 ging er nach Spanien, wo er sich den Internationalen Brigaden anschloss. Er kam zur deutschsprachigen IX. Brigade in der sich die meisten Österreicher befanden. Schätzungsweise 1400 Österreicher kämpften in den Reihen der Internationalen Brigaden. Aus Kärnten kamen insgesamt 61 Freiwillige. Sie riskierten ihr Leben, um den Vormarsch des Faschismus in Europa zu stoppen. Bei der Jamara-Schlacht wurde Franz Tatschl schwer verwundet und erlag später im Spital von Murcia seinen schweren Rückgratverletzungen. Ein Antrag für eine Gedenktafel, eingebracht von der KPÖ im Jahre 1949 im Villacher Gemeinderat, wurde vom Stadtparlament mehrheitlich abgelehnt.

 

Quellen: Muchitsch Max, Die Rote Stafette. Antrag an die Stadtgemeinde Villach. Spanien-Archiv des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes, online,  HYPERLINK "http://www.doew.at" www.doew.at. Valentin Hellwig: Unsere Heimat ist heute Madrid…, Die Kärntner Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939, Klagenfurt 2010. 

 

 

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