Opfer des NS Regimes

Leopold Seger

geboren am 12. Mai 1911 in Tösching, Gemeinde St. Jakob im Rosental

gestorben im KZ-Buchenwald

zuletzt wohnhaft in Seebach Nr. 4b bei Villach

 

Leopold Seger, von Beruf Musiker, wurde wegen seiner Zugehörigkeit zur Volksgruppe der Sinti zusammen mit seiner Frau Johanna und seinem Sohn Valentin am 15. November 1941 von der Polizei verhaftet und einige Tage später in das Zigeunerlager Lackenbach deportiert, wo er unter der Lagernummer 2868 registriert wurde. Nach ein paar Monaten ist Leopold Säger aus dem Lager entwichen. Er ging zurück nach Kärnten und versteckte sich einige Zeit bei Verwandten und Bekannten. Er wurde später wieder in Kärnten aufgegriffen und am 27. April 1943 in das KZ-Auschwitz-Birkenau überstellt, wo er die Häftlingsnummer Z-7112 erhielt. Am 15. April 1944 wurde er zusammen mit seinem Cousin Fiorendo Seger (Nr. Z-7126) in das KZ-Buchenwald überstellt. Nach dem Krieg berichtete Fiorendo Seger, dass er dort zu Tode kam. Seine Frau Johanna überstellte man mit ihrem Sohn Valentin, kurz vor der Auflösung des Zigeunerlagers, in das KZ-Ravensbrück. Beide überlebten und kamen schon im Dezember 1944 nach Kärnten zurück. Im August 1949 ist Leopold Seger offiziell für tot erklärt worden. Als Todesdatum gilt der 31. Mai 1945.

 

Quellen:

Meldezettel des Einwohneramtes der Bundespolizei Villach. Gedenkbuch: Die Sinti und Roma im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Mehrere Gespräche mit dem Sohn Valentin Seger wohnhaft in Lieserbrücke bei Spittal an der Drau. Trauschein (PA). Todeserklärung.

 

 

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