Opfer des NS Regimes

Ewald Seger

geboren am 1. März 1931 in Villach

zuletzt wohnhaft in Seebach bei Villach

 

Ewald Seger wurde als Angehörige der Volksgruppe der Sinti im April 1941 von der Kriminalpolizei in Kärnten verhaftet, der Kriminalpolizei Linz übergeben und von letzterer in das Zigeuneranhaltelager Weyer / Gemeinde St. Pantaleon in Oberösterreich eingeliefert. Nach Auflösung des St. Pantaleoner Lagers im November 1941 deportierte man alle 301 Häftlinge in das burgenländische Lager Lackenbach. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Lackenbach wurden alle Gefangene aus „Weyer“ weiter nach Polen in das Zigeunerghetto von Lodz/Litzmannstadt transportiert. Im Jahre 1942 überstellte man diejenigen, die dieses Ghetto überlebt hatten, in das Vernichtungslager Chelmo/Kulmhof und erstickte sie dort mit Dieselabgasen in einem eigens dafür hergestellten Kastenwagen. Der Todestag Ewald Segers ist nicht bekannt.

 

Quellen:

Namensverzeichnis der Kriminalpolizei Linz. Tagebuch des Zigeunerlagers Lackenbach, DÖW Nr.11340. Erika Thurner: Nationalsozialismus und die Zigeuner in Österreich, Wien 1983. Ludwig Laher: Herzfleischentartung, Innsbruck 2001.

 

 

login