Opfer des NS Regimes

Foto: Archiv Verein Erinnern, Villach

 

 

Aloizija Pöck

geboren am 31. Oktober 1882 in Altfinkenstein/Strari grad.

am 24. Dezember 1943 zunächst ins KZ-Ravensbrück, dann nach Lublin deportiert, wo sie am 5. März 1944 starb

zuletzt wohnhaft in Altfinkenstein/Strari grad 10, Greuth/ Rute.

 

"Meine Ururgroßmutter Alojzija Pöck vulgo Mikula, geborene Pinter, wuchs am Mikulhof in Altfinkenstein/Stari grad bei Latschach ober dem Faaker See/Loče nad Baškim jezerom auf. Im Jahre 1900 heiratete sie den Gendarmariebeamten Josef Pöck und sie gebar 6 Kinder: Ludmilla, Theresia, Serafine, Franz, Hans und Max. Im Gespräch mit meiner Großmutter, der Enkelin Alojzijas, fand ich heraus, dass sie an einem Herzleiden litt und deshalb in erster Linie die häusliche Arbeit verrichtete. Sie kochte, putzte und tat alles, was an Arbeit im Haushalt anfiel. Die Arbeit am Bauernhof übernahmen der Ehemann und die Söhne. Alojzija war eine eher ernste Person von fester Statur und sie achtete immer darauf, dass alles so war, wie es sein sollte. Doch das, was danach in ihrem Leben passierte, hätte sie sich nie vorstellen können. Kurz vor Weihnachten 1943 kamen als Partisanen verkleidete Nazis auf den Mikulhof und baten um eine warme Mahlzeit, Lebensmittel und Kleidung. Und schon am Tag nachdem sie die Sachen von der hilfsbereiten Mikulfamilie erhalten hatten, kam die SS und führte die ganze Familie ab, unter ihnen auch die bereits in St. Stefan verheiratete Tochter Serafine, die an diesem Tag nur zufällig zu Besuch am Mikulhof war. Alle Familienmitglieder wurden auf verschiedene Konzentrationslager aufgeteilt. Alojzija kam nach Ravensbrück und von dort weiter nach Lublin, wo sie nach kurzem Aufenthalt am 5.3.1944 ermordet wurde."

Matthias Wutti, Enkel

 

 

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