Opfer des NS Regimes

Alois Pirc

geboren am 21. Juni 1916 in Unter-Göriach Bez. Radmannsdorf/Slowenien

gestorben am 14. April 1944 im KZ-Auschwitz

zuletzt wohnhaft in Villach, Pogöriacherstraße Nr. 42

 

Alois Pirc, Güterzugsschaffner bei der Reichsbahn, wurde wegen „nazifeindlicher Gesinnung“ am 16. November 1943 verhaftet. Seine Frau Rosa, mit der er ein neun Monate altes Kind hatte, war nun ohne jegliches Einkommen und suchte bei der „Reichsbahn“ um Unterstützung an, die ihr jedoch verwehrt wurde. Alois Pirc wurde zuerst nach Dachau, dann nach Lublin, wo er die KZ-Nummer 2667 erhielt, und zum Schluß in das KZ-Auschwitz deportiert, wo er umkam. Am 01.01.1944 erhielt Rosa Pirc einen Brief aus Dachau, mit der Bitte um Essen. Das war das letzte Lebenszeichen.

In den Aufzeichnungen von Frau Rosa Pirc aus dem Jahre 1946 ist folgendes zu lesen: „Mein Mann war als Oberkrainer der Gestapo verdächtig. Wegen angeblich staatsfeindlicher Betätigung wurde er von der Gestapo in Villach am 16.11.1943 verhaftet, kam zuerst zur Gestapo nach Villach, wurde sodann in das Konzentrationslager in Dachau eingeliefert und kam anschließend in das KZ-Lublin. Im Frühjahr 1944 erhielt ich bei der Gestapo in Villach bloß die mündliche Mitteilung, dass mein Mann am 14.04.1944 im KZ-Auschwitz gestorben sei. Eine schriftliche Mitteilung erhielt ich bisher von keiner Stelle......“

 

Quellen:

Alpe adria 5/94 Andrea Lauritsch. Liste Nischelwitzer. Friedrich Vogel: Österreichs Eisenbahner im Widerstand, Wien o.J., S. 222. Bundespolizei Villach Eiwohneramt, Fragebogen für politische Häftlinge, Kreis Villach (PA), Geburtsurkunde, Gespräch mit der Tochter Rosa Pirc am 01. 02. 2003.

 

 

login