Opfer des NS Regimes

Mathilde Pachernik mit ihrem Verlobten Karl Taubmann, um 1940.
Foto: Verein Erinnern, Villach

 

Mathilde Pachernik

geboren am 8. März 1922 in Velden am Wörthersee

deportiert am 30. Oktober 1941 in das KZ-Lackenbach

zuletzt wohnhaft in Seebach 4 bei Villach

 

Mathilde Pachernik war mit dem Sinto Karl Taubmann verlobt und hatte mit ihm zwei Kinder: Melitta (2 Jahre) und Isabella (7 Wochen). Zusammen mir ihren Verlobten Karl Taubmann und ihren beiden Kindern wurde sie am 30. Oktober verhaftet und deportiert. Frau Anna Volpe, die Schwester von Mathilde Pachernik, erinnert sich: „Es war vier Uhr früh, als die Polizei kam. Sie umstellte die Häuser der Sinti in Seebach. Alle wurden in Lastautos verladen und zur Polizeistation nach Villach gebracht. Um sie zu beruhigen sagte man ihnen, sie kämen nach Polen, um dort Land zu bewirtschaften. Meine Schwester war mit dem Sinto Karl Taubmann verlobt und hatte mit ihm zwei Kinder. Sie ging freiwillig mit. Sie kehrten nie mehr zurück. Über die Umstände des Todes und das Todesdatum weiß ich nichts“.

 

Quellen:

Interview mit A. Volpe, Schwester von M. Pachernik, geführt am 5. Juni 1996 von R. Marhan. (PA). Bundespolizei Villach, Meldezettel. Alpe adria 5/94, Andrea Lauritsch, S. 13.

 

 

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