Opfer des NS Regimes

Konrad Lipusch/Konrad Lipuš

geboren am 26. November 1891 in Kleinsattel bei Villach

hingerichtet am 4. November 1941 im Zuchthaus Brandenburg-Görden

zuletzt wohnhaft in Villach/Beljak

 

Der Maurergeselle Konrad Lipusch gehörte zur Maria Gailer Widerstandsgruppe, die im Juni 1940 aufflog. Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen und Verbreitung von Informationsmaterial gehörte zu den wesentlichen Aufgaben dieser Gruppe. Am 24. Juni 1940 wurde er zusammen mit Martin Tschemernjak und Franz Melcher wegen Sprengstoffbesitzes verhaftet und in der Folge wegen Hochverrates angeklagt. Die Verhandlung fand vom 17. bis 25. Juli im Reichsgericht in Klagenfurt statt. Er und fünf weitere Personen – Engelbert Glitzner aus Judenburg, Franz Ivancic aus Judenburg, Anton Ivancic aus Jesenice und Martin Tschemernjak aus Villach-Perau – wurden am 25. Juli 1941 zum Tode verurteilt. Bei Franz Melcher kam sein jugendliches Alter als mildernder Umstand zum Tragen. Er erhielt eine Zuchthausstrafe von sechs Jahren. Im September 1941 wurde Konrad Lipusch mit den anderen Verurteilten von Klagenfurt nach Brandenburg überstellt und dort am 4. November 1941 enthauptet.

 

Quellen:

August Walzl: Gegen den Nationalsozialismus, Klagenfurt 1994, S.72-74. Mirko Hofer: Maria Gail -Aus der Geschichte der einstigen Landgemeinde, Villach 1999, S.399. Alpe adria 5/94, Andrea Lauritsch.

 

 

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