Opfer des NS Regimes

Karl Kilzer

 

geboren am 11. Juni 1886 in Stockenboi am Weißensee

hingerichtet am 30. September 1942 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Wien

 

Karl Kilzer erlernte nach der Schule das Schuhmacherhandwerk. Einige Zeit war er als selbstständiger Schuhmachermeister in Graz tätig. Ab 1938 war er in einer Schuhfabrik in Köflach beschäftigt. Er gehörte in der Ersten Republik der Sozialdemokratischen Partei und der Schuhmachergewerkschaft an. Als er in Köflach in der Schuhfabrik arbeitete, lernte er dort den Voitsberger Schuhmacher August Watzinger kennen, der ihn für die KPÖ anwarb. Da Kilzer in Graz wohnte, bat er ihn, Kontakt zur Leitung der KPÖ in Graz herzustellen. Kilzer stellte mit der sich neu formierenden Bezirksleitung unter Albin Kaiser und Johann Jandl die Verbindung her und wirkte bis zu seiner Verhaftung am 19. Juli 1941 als Verbindungsmann zur Parteileitung nach Graz. Gemeinsam mit Kaiser und Jandl wurde er am 31. Juli 1942 vom Volksgerichtshof in Graz wegen Vorbereitung zum Hochverrat zum Tode verurteilt. Karl Kilzer wurde am 30. September 1942 in der NS-Hinrichtungsstätte Landesgericht Wien mit dem Schafott enthauptet.

 

Quellen: Zitiert nach Heimo Halbrainer aus dem Buch: Heimo Halbrainer, „Sei nicht böse, dass ich im Kerker sterben muss“, Die Opfer der NS-Justiz in Graz 1938 bis 1945, Ein Gedenkbuch, CLIO Graz 2014. Opferdatei des DOEW.

 

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