Opfer des NS Regimes

Marianne Kern

geboren am 3. April 1894 in Wien

gestorben in einem unbekannten Lager in der Slowakei

zuletzt wohnhaft in Wien, Universitätsstrasse 11/12

 

Marianne Kern war die Tochter des Holzhändlers Leopold Kern und seiner Frau Helene, die 1899 die Villa Schick in Velden erworben hatten. Nach dem Tod der Eltern ging der Besitz 1915 zu gleichen Teilen an die sechs Kinder Marianne, Walter, Raoul, Bruno, Kurt und Lisbeth über. Da die Familie Kern jüdischer Provenienz war, wurde auch die Villa Schick im November 1938 verwüstet und später arisiert.

Mindestens drei der sechs Kern Geschwister überlebten die NS-Diktatur nicht. Der Arzt Dr. Walter Kern wurde am 26. Oktober 1942 vom KZ Theresienstadt nach Auschwitz deportiert, Raoul starb in einem Lager in Budapest und Marianne Kern starb in einem Lager in der Slowakei.

 

Quellen und weiterführende Literatur:

Werner Koroschitz, Vertreibung aus Velden, in: Werner Koroschitz, Alexandra Schmidt, Verein Erinnern Villach (Hg.), "Im besten Einvernehmen". Antisemitismus und NS-Rassenpolitik im Bezirk Villach, Klagenfurt 2014, S. 146 f.; DÖW Opferdatenbank; KLA, LG Klagenfurt, Strafakten, Sch. 316.

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