Opfer des NS Regimes

Moritz Fischbach

geboren am 20. Februar 1881

gestorben 1941 in Poitiers/Frankreic

zuletzt wohnhaft in Wien 2. Bezirk, Franz Hochedlingergasse

 

Moritz Fischbach wohnte mit seiner Frau Amalia und den beiden Söhnen Josef und Leopold bis 1929 in der Klagenfurterstraße in Villach, später in Tirol und Wien. Zu Beginn des Jahres 1939 versuchte das Ehepaar in die USA zu flüchten. Ihr Sohn Leopold, der sich schon in den USA aufhielt, schickte ihnen ein Visum für Kuba, das er um 1000 Dollar erwarb. Das Ehepaar ging am 13. Mai 1939 mit etwa 900 anderen jüdischen Flüchtlingen in Hamburg an Bord der "St. Louis". Die Kubanische Regierung verweigerte den Flüchtlingen die Einreise, so dass das Schiff schließlich nach Europa zurückkehren musste. Moritz Fischbach wurde im Lager Gurs, in Südfrankreich, interniert. Später kam er frei und er ging zu seiner Frau Amalia, ins deutsch besetzte Frankreich, nach Poitiers. Er starb im Jahre 1941. Das genaue Todesdatum und die Umstände seines Todes sind nicht bekannt.

 

Quellen und weiterführende Literatur:

Hall of Names, Yad Vashem, Jerusalem. Briefe von Leopald Fischbach (Sohn) aus Miami/USA. August Walzl: Die Juden in Kärnten und das Dritte Reich, Klagenfurt 1987, S. 229. Andrea Lauritsch, Alpe adria 4/98, S. 20 und 21. Gabriele Mittag: Es gibt verdammte nur in Gurs, Tübingen 1996. Alexandra Schmidt, "Ich habe jeden Tag gebetet, dass er wiederkommen soll". Opfer der Shoah, in: Werner Koroschitz, Alexandra Schmidt, Verein Erinnern (Hg.), Im besten Einvernehmen. Antisemitismus und NS-Rassenpolitik im Bezirk Villach, Klagenfurt 2014, S. 224 ff.

 

 

 

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