Opfer des NS Regimes

 

 Foto: Privat

 

 

Hildegard Bucher, geb. Drolle

geboren am 15. September 1902 in Lölling-Graben, Bez. St.Veit an der Glan

gestorben am 1. Mai 1945 im KZ-Ravensbrück

zuletzt wohnhaft in Villach, Sonnenstraße 11

 

Hildegard Bucher, verheiratet in zweiter Ehe mit dem kommunistischen Widerstandskämpfer Konrad Bucher aus Villach, leistete Widerstand gegen das NS-Regime. Zusammen mit ihrer 17jährigen Tochter Ernestine Kopeinig aus erster Ehe wurde sie im Sommer 1944 verhaftet und in das KZ-Ravensbrück deportiert. Ihre Tochter kam in das Jugendschutzlager Uckermark. Hilde Bucher starb am 1. Mai 1945 im KZ-Ravensbrück an Typhus, wie die offizielle Todesursache lautete.

Im April 1945 schrieb sie ihrer Tochter noch folgenden Brief:

„Meine liebste Erna, Deinen Brief mit großer Freude erhalten. Mein liebes Kind, Du mußt Dir nicht so große Sorgen machen mir, ... Ich tu jetzt wieder am Holzplatz arbeiten, Holz sägen ist nicht schwer. Liebes Kind, ich (hoffe) auch immer, dass wir uns bald sehen, tu Dich trösten und mach dir nicht soviel Kummer wegen mir. Ich will, dass du gesund bleibst. Das Schicksal lenkt und Gott denkt. Abertausend Bussi Deine Mutter“. Herbert Drolle, Bauer in Rosegg, und Sohn von Hildegard Bucher, erinnert sich: „Ich kam 1944 als Soldat auf Heimaturlaub aus Afrika. Ich hatte solche Angst um meine Mutter, hab sie angefleht, sie soll aufhören mit dem Widerstand. Sie hat nur gesagt: ,Bub, ich kann nicht anders‘“.

 

Quellen:

Liste Nischelwitzer unter dem Mädchennamen Drolle. Todeserklärung vom L.G. Klagenfurt (PA). Abschrift des letzten Briefes (PA). Gespräch mit Herbert Drolle durchgeführt von M. Hubmann am 25.3.1996.

 

 

login