Opfer des NS Regimes

Leopold Blau

geboren am 7. November 1874 in Pressburg

ermordet 1942 im Vernichtungslager Treblinka

zuletzt wohnhaft in Wien 2. Bezirk, Grosse Schiffgasse 28/7

 

Leopold Blau, tschechischer Staatsbürger und verheiratet mit Elsa Rosenberg aus Graz, kam 1904 aus Pressburg nach Villach. Ab 1911 betrieb er mit seiner Frau in der Weißbriachgasse Nr. 12 eine Gemischtwarenhandlung, die später in Warenhaus Elba umbenannt wurde. Im November 1938, im Zuge der „Reichskristallnacht“, wurde er von den Nazis verhaftet und in ein Konzentrationslager deportiert. Er kam wieder frei und ging nach Wien, wo er mit seiner Frau im 2. Bezirk wohnte. Während Elsa Blau nach Tschechien floh und dort als sogenanntes "U-Boot" die Shoah überlebte, wurde Leopold Blau am 29. Juni 1942 von Wien aus in das KZ Theresienstadt und schließlich am 23. September 1942 in das KZ- Treblinka deportiert, wo er ermordet wurde. 

 

Quellen und weiterführende Literatur:

Werner Koroschitz/Alexandra Schmidt (Hrsg.), Im Besten Einvernehmen. Antisemitismus und NS-Judenpolitik im Bezirk Villach, Klagenfurt 2014, S. 218 f./243 ff.; August Walzl: Die Juden in Kärnten und das Dritte Reich, Klagenfurt 1987,S. 74, 93, 224, 303. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, namentliche Erfassung der Holocaust-Opfer. Theresienstädter Gedenkbuch, Prag 2005.

 

 

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