Zeitdokumente

Letzter Brief von Anton Koperek aus dem KZ Dachau

Dachau 3K, den 23. 9. 1942

Liebe Mutter.

Vielen Dank für Euern lieben Brief! Ich habe mich sehr gefreut! Das Geld ist auch angekommen. Danke Euch sehr dafür. Leider sind die anderen Briefe noch nicht angekommen. Der Brief mit den zwei großen Leinentaschentücher und der große Brief mit den Gummipantoffeln sind leider vielleicht verloren gegangen. So was hätte eingeschrieben abgehen sollen. Sonst geht es mir gut und ich bin froher Dinge. Machet Euch keine großen Sorgen! Schreibet so, dass ich Euch antworten kann beim nächsten Briefschreiben. Franz danke ich besonders. Wenn Fini Oktober vom Arbeitsdienst abrüstet, dann möge sie den alten Posten wieder antreten nach Möglichkeit. Im übrigen hat Franz volle Handlungsfreiheit betreff meinen Haushalt und die finanziellen Dinge. Sonst denke ich wenig an die Vergangenheit und lebe von der Hoffnung baldigen Wiedersehens. Ich lasse die Kreuzen grüssen, den Dekanatsklerus, Exzellenz Kadras und Funder. Ebenso Familie Hak. Übrigens können auch andere schreiben, schreibt mir viel und besonders betreff meiner Pfarre. Lasset es Euch gut gehen. Ich wünsche Euch alles Gute. Lebet wohl. Sandrisser, Durnig, Fini besondere Grüsse. Ebenso Josef, Änne, Lisbet, Thekla und Hans. Ich grüsse Euch herzlichst und verbleibe in dankbarer Liebe

Sohn und Bruder.

Quelle: Kopie des Briefes im persönlichen Besitz des Autors. Abschrift gemacht vom Autor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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